Erwartungen

Der Mist mit der „Erwartung“…

Ich habe mich mal, auch aus persönlichen Gründen, mit dem Thema „Erwartung“ befasst.

Was ist das eigentlich für ein Mist?

Warum können wir Opfer von so einem kleinen Gefühl oder Bedürfnis werden?

Wir hoffen und erwarten das unsere kleinen und dauernd auftauchenden Erwartungen von unserem Gegenüber erfüllt werden.

Das fängt im Alltag an.

Wir erwarten das der Kaffee heiß ist, die Bahn pünktlich, die Autobahn frei, der Kollege freundlich, der Chef gut gelaunt, das Essen schmackhaft, die Kinder brav, der/die Partner/in liebevoll, der Haushalt fertig etc……

Aber was ist, wenn das mal nicht so läuft? Der ganze Tag ist im Eimer!

Unsere Stimmung sinkt, wir werden mürrisch und im schlimmsten Fall bekommt jeder Unschuldige, an uns vorbeikommende, seine Quittung.

Nun gut…. Ich habe halt mal darüber nachgedacht.

 

 

 

Psychologisch gesehen sind Erwartungen die Einstellung einer Person, die sich auf mehr oder weniger klare Zielvorstellungen bezieht. Es ist die Vorstellung eines Ereignisses, von bestimmten Ergebnissen, die in der Zukunft liegen. Erwartungen sind vorwegnehmende Reaktionen auf Handlungen, die erwartet, gewollt, gewünscht, erhofft oder vermutet werden.

Das findet in uns Selbst statt!

Jetzt ist die böse Außenwelt jedoch ein Spielverderber und richtet sich nicht nach unseren Erwartungen. Die Enttäuschung darüber kann sich unbewusst durch unseren Tag schleichen und am Ende des Tages quittieren wir das als „Scheiß Tag“ oder unsere Enttäuschung geht so tief, dass wir tiefe Traurigkeit verspüren, wir sind sehr unglücklich und stellen vieles in Frage. Das Ganze kann sich in WUT umwandeln und dann hängen wir voll drin!

 

Enttäuschung…

Oft kann man seine Enttäuschung nicht verbergen und warum auch? Muss man seine Enttäuschung denn immer überspielen, nur um des „lieben Frieden Willen“?

Es ist doch ein echtes Gefühl, so wie Freude, Spaß, Überraschung.

Nur weil es unserem Gegenüber in diesem Moment kein gutes Gefühl gibt ist es doch nicht falsch es auch zu zeigen. Wir wollen doch gesehen und ernst genommen werden. Wenn wir unsere Emotionen nicht frei und ehrlich zeigen, können versteckte, heruntergeschluckte Enttäuschungen zu Depressionen führen. Und dann brauchen wir auch noch ärztliche oder therapeutische Hilfe.

Zack…… und dass alles wegen der „Erwartung“!

 

 

 

Eigentlich wollen wir nur einmal „Priorität“ sein…

 

Priorität sein, wichtig sein….mmmhhhh…. okay, was hat das jetzt damit zu tun.

Ich denke diese nicht „genug erfüllten“ Bedürfnisse sind oft Ursache unserer unbefriedigten Erwartung.

Aber was machen wir nun damit? Wir könne weiter grollen und uns unserer Traurigkeit oder Wut ergeben oder wir handeln.

 

Eine Möglichkeit ist die Option seine eigene Priorität zu werden. Das ist Anfangs gewiss nicht einfach. Gerade zu Beginn verfällt man immer wieder in alte Verhaltensmuster. Auch sollte man sich von Aussagen seiner Umwelt distanzieren. Diese gut gemeinten Ratschläge sind sicherlich lieb gemeint und sollen deeskalierend wirken, doch Tatsache ist das sie meist nur eine Seite der Geschichte kennen und das ist sicherlich nicht die Seite der enttäuschten Erwartung.

Wichtig ist, sich immer wieder bewusst zu machen, dass man nur Selbst für sein Glück und seine Bedürfnisserfüllung verantwortlich ist.

 

Und vielleicht klappt es dann ja auch mit den Erwartungen…. 😉

 

Posted on 1. Dezember 2018 in Das Große und das Ganze

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